Ein Kind ist geboren - Lebensweihe

Die Geburt eines Kindes ist ein besonderes Ereignis. Nicht nur ist jetzt ein weiterer Mensch da, den es anfangs zu beschützen und umhegen gilt und dessen Entwicklung mit Liebe und Vernunft zu begleiten ist. Dieses Ereignis verändert auch viele andere Beziehungen:

Aus Frau und Mann, einem Paar, oder im Falle einer allein stehenden Person, aus Frau oder Mann werden zusätzlich Eltern, Mutter, Vater. Auch weitere Familienmitglieder erhalten neue zusätzliche Rollen.

Freunde erleben Veränderungen in der Freundschaft, das Kind rückt vor allem in der ersten Zeit in den Vordergrund. Diese Vielzahl von Veränderungen gilt es zu verkraften und zu akzeptieren, um sie in Richtung auf die Entwicklung von mehr Menschlichkeit lenken zu können.

In diesem Sinne begrüßen wir Kinder in der Freireligiösen Gemeinde mit der Lebensweihe. Sie stellt die öffentliche bewusste Verpflichtung der Menschen, die zur Familie, zum Freundeskreis, zur Religionsgemeinschaft gehören, zur Fürsorge für den neuen Mitmenschen dar.

   

 

Die Feier der Lebensweihe betont:
- Jedes Kind ist einzigartig und hat seinen eigenen Wert.
- Jedes Kind ist ein Ausdruck der Hoffnung auf eine menschlichere Zukunft, zu der auch dieses Kind beitragen kann und soll.
- Jedes Kind ist frei, denn es gehört niemandem außer dem Leben selbst. So bekräftigen wir die Freiheit des Menschen.
- Eltern und alle, die teilnehmen, erfüllen ihre Menschlichkeit in der Liebe zu diesem Kind. So ist dieses Kind auch eine Möglichkeit zur Entwicklung derer, die sich um es kümmern.
- Menschliches Wachstum vollzieht sich in der Gemeinschaft.

Neben Worten helfen Symbole, diese Inhalte auszudrücken:
- das Licht des Lebens, das dem Kind entzündet wird,
- die Blumen der Schönheit des Lebens und Wachsens,
- die Paten (wenn gewünscht) als Unterstützende der Eltern, Ort und Zeit und alles, was gemeinsam in diese Feier hineingetragen wird.

Die Eltern entscheiden, ob ihr Kind mit der Feier der Lebensweihe (gemäß gesetzl. Bestimmungen) gleichzeitig Mitglied unserer Gemeinschaft werden soll. Von Eltern, die nicht Mitglied sind, erbitten wir einen Unkostenbeitrag.