Freiheitslieder

 

Wer kennt sie nicht, die Lieder, die wir schon aus unserer Jugendzeit kennen und an die wir uns immer wieder gerne erinnern. An dieser Stelle möchten wir ein kleines Textarchiv aufbauen, aus urheberrechtlichen Gründen können wir jedoch keine Audiodateien mehr bereithalten, wir bitten um Ihr Verständnis.


Brüder zur Sonne zur Freiheit

Brüder, zur Sonne, zur Freiheit, Brüder zum Lichte empor. Hell aus dem dunklen Vergangnen leuchtet die Zukunft hervor.
Seht nur den Zug der Millionen endlos aus Nächtigem Quillt, bis eurer Sehnsucht Verlangen Himmel und Nacht überschwillt.
Brüder, in eins nun die Hände, Brüder das Sterben verlacht: Ewig der Sklaverei ein Ende, heilig die letzte Schlacht.
 

 

Die Moorsoldaten

1. Wohin auch das Auge blickt. Moor und Heide nur ringsum. Vogelsang uns nicht erquickt, Eichen stehn kahl und krumm. Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor! Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

2. Hier in dieser öden Heide ist das Lager aufgebaut, wo wir fern von jeder Freude hinter Stacheldraht verstaut. Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor! Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

3. Morgens ziehen die Kolonnen in das Moor zur Arbeit hin, graben bei dem Brand der Sonne, doch zur Heimat steht der Sinn. Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor! Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

4. Heimwärts, heimwärts! Jeder sehnt sich nach Eltern, Weib und Kind. Manche Brust ein Seufzer dehnet, weil wir hier gefangen sind. Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor! Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!
5. Auf und nieder geh´n die Posten, keiner, keiner kann hindurch, Flucht wird nur das Leben kosten, vierfach ist umzäunt die Burg. Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor! Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

6. Doch für uns gibt es kein Klagen, ewig kann´s nicht Winter sein, Einmal werden froh wir sagen: Heimat, Du bist wieder mein! Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit dem Spaten in´s Moor! Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit dem Spaten in´s Moor!

Von diesem Lied gibt es mehrere Fassungen.
Die Noten gehören zur Version 1 von Goguel.

Text: Johann Esser und Wolfgang Langhoff

 

Wann wir schreiten Seit an Seit

1. Wann wir schreiten Seit’ an Seit’ und die alten Lieder singen, und die Wälder widerklingen, fühlen wir, es muß gelingen: Mit uns zieht die neue Zeit, Mit uns zieht die neue Zeit.

2. Eine Woche Hammerschlag, eine Woche Häuserquadern zittern noch in unsern Adern; aber keiner wagt zu hadern! Herrlich lacht der Sonnentag, herrlich lacht der Sonnentag.

3. Birkengrün und Saatengrün: Wie mit bittender Gebärde hält die alte Mutter Erde, daß der Mensch ihr eigen werde, ihm die vollen Hände hin, ihm die vollen Hände hin.

4. Mann und Weib und Weib und Mann sind nicht Wasser mehr und Feuer. Um die Leiber legt ein neuer Frieden sich, wir blicken freier, Mann und Weib, uns fürder an, Mann und Weib, uns fürder an,

5. Wann wir schreiten Seit’ an Seit’ und die alten Lieder singen, und die Wälder widerklingen, fühlen wir, es muß gelingen: Mit uns zieht die neue Zeit, Mit uns zieht die neue Zeit.

 

Bella Ciao

1. Eines Morgens, in aller Frühe, o bella ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao, eines Morgens, in aller Frühe trafen wir auf unser’n Feind.

2. Partisanen, kommt, nehmt mich mit euch, o bella ciao, ... Partisanen, kommt, nehmt mich mit euch denn ich fühl’, der Tod ist nah.

3. Wenn ich sterbe, oh ihr Genossen, o bella ciao, ... wenn ich sterbe, oh ihr Genossen, bringt mich dann zur letzten Ruh’!

4. In den Schatten der kleinen Blume, o bella ciao, ... in den Schatten der kleinen Blume, in die Berge bringt mich dann!

5. Und die Leute, die geh’n vorüber, o bella ciao, ... und die Leute, die geh’n vorüber, seh’n die kleine Blume steh’n.

6. Diese Blume, so sagen alle, o bella ciao, ... ist die Blume des Partisanen, der für uns’re Freiheit starb.