Veranstaltungs-Archiv
Aus: "Die Rheinpfalz" vom 13.06.08 1. Weihnachtsbasar der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz Arno-Reinfrank-Jugendpreis Fünf jugendliche Nachwuchsschriftsteller aus Ludwigshafen
erhielten am 23.Oktober 2007 den Arno-Reinfrank-Jugendpreis für ihre Gedichte
und Kurzgeschichten. Gestiftet wurden die Preisgelder von der Witwe Jeanette
Koch-Reinfrank. Dem in Ludwigshafen aufgewachsenen Autor und Träger zahlreicher
Literaturpreise war die Förderung von Jugendlichen und Kindern immer ein großes
Anliegen. Die Freireligiöse Landesgemeinde hatte gemeinsam mit der
Bibliothek und Jeanette Koch-Reinfrank die Organisation übernommen.
Drachensteigen
Traumesse 2008
Der Fädenzieher
Puppenspieler Stephan Blinn in Ludwigshafen
Von unserem Mitarbeiter
Hans-Ulrich Fechler
Mit dem Puppenspieler Stephan Blinn hat die Freireligiöse Landesgemeinde dem
Ludwigshafener Kultursommer sicherlich eines seiner Glanzlichter beschert.
„Geschichten am laufenden Faden" hieß die Varieté-Darbietung, mit der der
Meister und seine Marionetten das Publikum im Johannes-Ronge-Haus bezauberten.
François Gelatti ist ein etwas eitler Conferencier mit pomadisiertem schwarzem
Haar und Mittelscheitel, großnasig, mit Glitzerjäckchen und seiner Schweizer
Leuchtziffernuhr protzend. Manchmal verliert er den Faden, oder er entschuldigt
sich für die Verspätung: „Ich war verheddert." Josephine Baker, die totgeglaubte,
die wiederauferstanden plötzlich ihr weißes Abendkleid fallen lässt und nur im
Bananenschurz ein Tänzchen hinlegt, nennt er seine Freundin. „Wir reisen nämlich
im gleichen Koffer." Und beide, ebenso wie die anderen Varieté-Künstler, hängen
an seidenen Fäden. Alle Fäden hält Stephan Blinn in der Hand, der mit seinen
Marionetten schon auf Reisen in ganz Europa, aber auch in China und in Tunesien
war.
Erst vor einem Dreivierteljahr war der Puppenspieler aus Karlsruhe auf Tournee
an der Schwarzmeerküste. Von dort hat er die Idee für eine weitere Figur
mitgebracht, an der er gerade bastelt: einen Kosaken. „Sie glauben nicht, wie
schwer es ist, ihn einen Kosakentanz aufführen zu lassen", verrät der
Fädenzieher schon einmal. Doch, es ist glaubhaft, aber ebenso, dass Stephan
Blinn die Schwierigkeit meistern wird. Denn jetzt schon trägt es ihm höchste
Bewunderung ein, wenn er seinen Fahrrad-Equilibristen Salvatore Bicicletta
Kunststücke wie einen Handstand auf dem Lenker hinlegen lässt oder wenn er das
gesamte Golden Gate Quartet im Takt wippen und singend ein bleckendes
Zahnpastalachen aufsetzen lässt.
Stephan Blinn war ursprünglich Schauspieler mit einem Engagement am Karlsruher
Staatstheater. Schon als kleiner Junge hatte er Figuren gebastelt, und in den
Spielpausen am Theater ließ er Puppen tanzen. Das kam offenbar gut an, und
Stephan Blinn begann, sich lebhaft für die technische Seite der Marionetten zu
interessieren. Er sattelte um. Das ist jetzt fast 30 Jahre her, und bereuen
musste der Puppenspieler seine Entscheidung offenbar nicht.
Aber der gelernte Schauspieler steht ja heute noch auf der Bühne. Denn Stephan
Blinn legt es nicht auf Illusionstheater an. Offen kann ihm jeder bei der Arbeit
zusehen, wenn er auf dem Tisch steht und die Fäden zieht. Doch es fällt dem
Zuschauer schwer, die Augen von den bezaubernden Puppen loszureißen, um ein
wenig hinter das Geheimnis der Technik zu kommen: wenn etwa der Bodybuilder
Samson seine Muskeln spielen lässt, der Primas Rigo Geigari Gulasch auf der
Violine brilliert oder Häuptling Heiße Sohle einen Regentanz hinlegt. Zum
Schluss gibt der zappelige Conferencier dem hingerissenen Publikum noch eine
Frage mit: „Wo hängen eigentlich Sie, wenn Sie nicht spielen?"



Ehrung an Ruth Buchfink überreicht
Im Rahmen des vom Freireligiösen Wohlfahrtsverband Ludwigshafen am 06. Oktober 2003 veranstalteten Herbstnachmittages mit Musik konnten die FWV-Vorsitzende Irmgard Kofink-Klehr und der Präsident der Landesgemeinde, Siegward Dittmann, das silberne Ehrenzeichen der Freireligiösen Landesgemeinde an Ruth Buchfink überreichen.
Ruth Buchfink arbeitete von 1994 bis Frühjahr 2003 im Gemeinderat der Freireligiösen Gemeinde Ludwigshafen mit, unzählige Seniorennachmittage hätten ohne ihre Hilfe nicht stattfinden können und im Freireligiösen Wohlfahrtsverband engagiert sie sich weiterhin im Vorstand. Auch an diesem Tag war sie schon früh als guter Geist in der Küche und bereitete den Seniorennachmittag vor.
Als Dank für diese langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde ihr mit dem Silbernen Ehrenzeichen ein Blumenstrauß überreicht.
Hier einige Impressionen des Herbstnachmittags und der Ehrung: