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Traumesse 2008

   

   

 

 

Der Fädenzieher

Puppenspieler Stephan Blinn in Ludwigshafen


Von unserem Mitarbeiter
Hans-Ulrich Fechler

Mit dem Puppenspieler Stephan Blinn hat die Freireligiöse Landesgemeinde dem Ludwigshafener Kultursommer sicherlich eines seiner Glanzlichter beschert. „Geschichten am laufenden Faden" hieß die Varieté-Darbietung, mit der der Meister und seine Marionetten das Publikum im Johannes-Ronge-Haus bezauberten.

François Gelatti ist ein etwas eitler Conferencier mit pomadisiertem schwarzem Haar und Mittelscheitel, großnasig, mit Glitzerjäckchen und seiner Schweizer Leuchtziffernuhr protzend. Manchmal verliert er den Faden, oder er entschuldigt sich für die Verspätung: „Ich war verheddert." Josephine Baker, die totgeglaubte, die wiederauferstanden plötzlich ihr weißes Abendkleid fallen lässt und nur im Bananenschurz ein Tänzchen hinlegt, nennt er seine Freundin. „Wir reisen nämlich im gleichen Koffer." Und beide, ebenso wie die anderen Varieté-Künstler, hängen an seidenen Fäden. Alle Fäden hält Stephan Blinn in der Hand, der mit seinen Marionetten schon auf Reisen in ganz Europa, aber auch in China und in Tunesien war.

Erst vor einem Dreivierteljahr war der Puppenspieler aus Karlsruhe auf Tournee an der Schwarzmeerküste. Von dort hat er die Idee für eine weitere Figur mitgebracht, an der er gerade bastelt: einen Kosaken. „Sie glauben nicht, wie schwer es ist, ihn einen Kosakentanz aufführen zu lassen", verrät der Fädenzieher schon einmal. Doch, es ist glaubhaft, aber ebenso, dass Stephan Blinn die Schwierigkeit meistern wird. Denn jetzt schon trägt es ihm höchste Bewunderung ein, wenn er seinen Fahrrad-Equilibristen Salvatore Bicicletta Kunststücke wie einen Handstand auf dem Lenker hinlegen lässt oder wenn er das gesamte Golden Gate Quartet im Takt wippen und singend ein bleckendes Zahnpastalachen aufsetzen lässt.

Stephan Blinn war ursprünglich Schauspieler mit einem Engagement am Karlsruher Staatstheater. Schon als kleiner Junge hatte er Figuren gebastelt, und in den Spielpausen am Theater ließ er Puppen tanzen. Das kam offenbar gut an, und Stephan Blinn begann, sich lebhaft für die technische Seite der Marionetten zu interessieren. Er sattelte um. Das ist jetzt fast 30 Jahre her, und bereuen musste der Puppenspieler seine Entscheidung offenbar nicht.

Aber der gelernte Schauspieler steht ja heute noch auf der Bühne. Denn Stephan Blinn legt es nicht auf Illusionstheater an. Offen kann ihm jeder bei der Arbeit zusehen, wenn er auf dem Tisch steht und die Fäden zieht. Doch es fällt dem Zuschauer schwer, die Augen von den bezaubernden Puppen loszureißen, um ein wenig hinter das Geheimnis der Technik zu kommen: wenn etwa der Bodybuilder Samson seine Muskeln spielen lässt, der Primas Rigo Geigari Gulasch auf der Violine brilliert oder Häuptling Heiße Sohle einen Regentanz hinlegt. Zum Schluss gibt der zappelige Conferencier dem hingerissenen Publikum noch eine Frage mit: „Wo hängen eigentlich Sie, wenn Sie nicht spielen?"

Aus: "Die Rheinpfalz" vom 13.06.08

 

   
 

 

 

1. Weihnachtsbasar der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz

 

       

       

       

 

 

Arno-Reinfrank-Jugendpreis

Fünf jugendliche Nachwuchsschriftsteller aus Ludwigshafen erhielten am 23.Oktober 2007 den Arno-Reinfrank-Jugendpreis für ihre Gedichte und Kurzgeschichten.

Gestiftet wurden die Preisgelder von der Witwe Jeanette Koch-Reinfrank. Dem in Ludwigshafen aufgewachsenen Autor und Träger zahlreicher Literaturpreise war die Förderung von Jugendlichen und Kindern immer ein großes Anliegen.

Die Freireligiöse Landesgemeinde hatte gemeinsam mit der Bibliothek und Jeanette Koch-Reinfrank die Organisation übernommen.

       

       

 

 

Ehrung an Ruth Buchfink überreicht

 

Im Rahmen des vom Freireligiösen Wohlfahrtsverband Ludwigshafen am 06. Oktober 2003 veranstalteten Herbstnachmittages mit Musik konnten die FWV-Vorsitzende Irmgard Kofink-Klehr und der Präsident der Landesgemeinde, Siegward Dittmann, das silberne Ehrenzeichen der Freireligiösen Landesgemeinde an Ruth Buchfink überreichen.

Ruth Buchfink arbeitete von 1994 bis Frühjahr 2003 im Gemeinderat der Freireligiösen Gemeinde Ludwigshafen mit, unzählige Seniorennachmittage hätten ohne ihre Hilfe nicht stattfinden können und im Freireligiösen Wohlfahrtsverband engagiert sie sich weiterhin im Vorstand. Auch an diesem Tag war sie schon früh als guter Geist in der Küche und bereitete den Seniorennachmittag vor.

Als Dank für diese langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde ihr mit dem Silbernen Ehrenzeichen ein Blumenstrauß überreicht.

Hier einige Impressionen des Herbstnachmittags und der Ehrung: